moved. BEWEGT. déplace

(K)ein Spaziergang in Schwarzweiß

eine Produktion von theaterperipherie@IMPLANTIEREN2020

Absage


  

Wie haben uns entschieden die Vorstellungen von der Performance moved.BEWEGT.deplacé (k)ein Spaziergang in schwarz Weiß, abzusagen. Unsere Performance sollte sich mit einem anderen Blickwinkel auf die Bewegung im öffentlichen Raum beschäftigen.
In unserem Probenprozess mussten wir mit verschiedenen Herausforderungen und Angriffen klarkommen. Unser Schauspieler wurden von Passanten angepöbelt oder zurechtgewiesen, mehrmals rassistisch angegangen.
Wir können kein antirassistisches Stück spielen, wenn unsere Teammitglieder noch mitten im Prozess des Verarbeitens eines rassistischen Angriffs sind.
Am Dienstag haben zwei Weiße Männer drei Schwarze Menschen von unserem Team, während einer Probe auf der Frankenallee angespuckt.
Wir haben überlegt, wie wir mit der Situation umgehen sollen.
Uns wurde bei diesem Probenprozess bewusst, dass Kunst im öffentlichen Raum nicht für Alle gleichermaßen stattfinden kann und dass der Rassismus, den Schwarze Menschen und People of Color erleben es uns nicht ermöglicht in der Form, in der wir es uns wünschen an diesem Festival teilzunehmen. 




Du, 

warum schaust du mich so an? 

Du, 

was denkst du? 

   

Du, 

komm mal näher! 


Du, 

denkst du, was ich denke, was du denkst? 

   

Du, 

das ist zu nah! 


Du, 

was ist das? 

   

Du, 

ich helfe dir. 

   

Du, 

wo bist du? 

   

Ich bin hier. 


moved. BEWEGT. déplacé ist (k)ein Spaziergang in Schwarzweiß. Denn wir spazieren zwar, aber darum geht es nicht. Wir untersuchen die (coronabedingten) Regeln der Bewegung im Öffentlichen Raum auf Hinweise für Privilegien und grundsätzliche Machtstrukturen dieser Gesellschaft. Wir fragen nach vorauseilenden Ängsten, die unsere Bewegung und unser Auftreten in der Öffentlichkeit beeinflussen und suchen diese zu überwinden, indem wir uns den Raum nehmen, sie im Regen stehen zu lassen oder ihnen hinterherzujagen. Bewegt. Moved. Déplacé ist (k)ein Spaziergang in Schwarzweiß und eine anti-rassistische Performance über das Bewegtsein und Bewegtwerden.

   

mit: Benjamin Cromme & Léa Zehaf 

Regie: Mirrianne Mahn & Hannah Schassner 

Dramaturgie: Antigone Akgün 

Kostüm: Anna Hasche 

Projektdokumentation: Latisha Mahn 

Fotos: Christian Schuller 

   

Die Performance findet im öffentlichen Raum statt. 

  

Eine Koproduktion von IMPLANTIEREN2020 und theaterperipherie. Dieses Projekt ist Teil der »Partnerschaft für Demokratie Frankfurt am Main«. Die Partnerschaft für Demokratie Frankfurt am Main wird durch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und der Bildungsstätte Anne Frank –Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen getragen. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben! –Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« sowie durch das Landesprogramm »Hessen. Aktiv für Demokratie und gegen Extremismus« des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. 

Premiere: 21.08.2020, entfällt wegen Rassismus im öffentlichen Raum
theaterperipherie@IMPLANTIEREN2020

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